Am 3. Tag der Masters Berlin gewannen die Japaner ihre allererste LAN-Map, Sentinels verloren ihre erste und 100T feierte ein großes Comeback gegen Gambit.

Tag 3 der VALORANT Masters Berlin versprach, der bisher größte des Turniers zu werden. Die Spiele würden mit einem Kampf zweier regionaler Champions beginnen, nämlich ZETA DIVISION aus Japan gegen KRÜ Esports aus Lateinamerika. Später wurde uns ein Match zwischen den Rivalen Sentinels und G2 versprochen sowie das erste wirklich große internationale Spiel der Veranstaltung mit 100 Thieves gegen Gambit. Wie ist es ausgegangen?

Japan gewinnt seine erste internationale Map der Geschichte

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ZETA DIVISION auf der Bühne gegen KRÜ Esports. Laz ist im Vordergrund. Image credit: Lance Skundrich/Riot Games.

Das erste Spiel des Tages bei den Masters Berlin endete recht knapp. Japans erstplatzierter ZETA DIVISION traf auf den lateinamerikanischen Meister KRÜ Esports. KRÜ begann dominant und gewann die erste Hälfte von Ascent mit 11:1. Koji “Laz” Ushida war ZETAs einzige Hoffnung und führte sie in der zweiten Hälfte zu einem kleinen Comeback. Es reichte jedoch nicht aus, und die Map endete 13-8.

Map 2 war die große Sensation. ZETA kam auf Split mit voller Kraft aus den Startlöchern und ließ auf dem Weg zu einem 13:5-Sieg nichts anbrennen. Nachdem Crazy Raccoon bei den Masters Reykjavik 0:4 und gestern 0:2 gegen Gambit verloren hatte, ist dies der erste Map-Sieg Japans bei einem internationalen LAN VALORANT-Turnier überhaupt.

Am Ende siegte KRÜ auf Bind mit 13:7. Sie werden nun gegen Envy um einen Platz in den Playoffs spielen. Es war jedoch die riesige japanische Community, die ZETA und ihre Leistungen in den Mittelpunkt dieses Spiels stellte.

G2 holt sich eine Map von Sentinels, verlieren aber dennoch

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Sentinels jubeln während ihres Spiels gegen G2 Esports. Image credit: Colin Young-Wolff/Riot Games.

Vor dem ersten EU-NA-Match des Turniers gab es sicherlich eine gesunde Portion Social-Media-Geplänkel. Aber es handelte sich immer noch um die Sentinels, die haushohen Turnierfavoriten, gegen die viertplatzierte Mannschaft der EMEA.

Split war die erste Map, und sie ging klar zugunsten des nordamerikanischen Teams aus. Shahzeb “ShahZaM” Khan erzielte monströse 369 ACS und bescherte dem Team einen 13:6-Sieg. Auf Icebox sah die Sache jedoch ganz anders aus.

G2 eröffnete mit einem großen Vorsprung in ihrer Hälfte als Angreifer. Sie schienen die Sentinels so gut zu kennen, wie es noch kein Team zuvor getan hatte. Trotz einer Aufholjagd in der Mitte des Spiels beendete G2 das Spiel mit 13:8 und fügte den Sentinels damit die erste Mapniederlage in einem internationalen Spiel zu.

Schließlich kehrte bei den Sentinels wieder Normalität ein. Sie dominierten Haven und gingen nach der ersten Halbzeit mit 11:1 in Führung. G2 kam zwar noch einmal zurück, aber der Vorsprung war uneinholbar. Beim Stand von 13:8 gewannen die Sentinels das Spiel mit 2:1.

Žygimantas “nukkye” Chmieliauskas von G2 sagte nach dem Spiel gegenüber der Presse von Masters Berlin, dass der Spielstil der Sentinels es wirklich schwer macht, gegen sie zu bestehen. “Wenn sie einen Schneeballeffekt in ihrem Team haben, treffen sie unglaubliche Schüsse, und es ist fast unmöglich dagegen etwas auszurichten. Sie machen uns einfach alle fertig.”

100 Thieves besiegen Gambit im bisher spannendsten Match des Masters Berlin

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100 Thieves posieren auf der Masters Berlin Bühne. Image credit: Lance Skundrich/Riot Games.

Im letzten Spiel des Tages traten 100 Thieves gegen Gambit an. Es war ein Match mit großer Bedeutung – Europas Nummer 1 gegen Nordamerikas Nummer 2, wobei der Gewinner als erstes Team des Events in die Playoffs einziehen würde. Die erste Map, Ascent, gehörte allein Gambit. Sie kontrollierten das Spiel die ganze Zeit über und gewannen mit 13:5.

Bei Icebox sah es nach dem gleichen Muster aus. Gambit ging mit 11:3 in Führung, und die Serie schien gelaufen. Doch dann begann das Comeback. 100 Thieves gewannen 10 Runden in Folge und brachten uns zu Map 3.

Split war zwar relativ knapp, aber es war klar, dass ein Team nicht mehr mitspielen konnte. 100 Thieves legten eine 9:3 Verteidiger-Seite hin und behielten trotz aller Bemühungen von Gambit die Oberhand und brachten den Sieg mit 13:10 nach Hause. Es war ein fulminantes Comeback. Mit diesem Sieg haben sich 100 Thieves als erstes Team für die Playoffs qualifiziert und treffen in ihrem nächsten Spiel auf den Zweitplatzierten einer der anderen Gruppen. Sie werden erst am Freitag oder Samstag wieder spielen.

“Ich weiß einfach nicht, was passiert ist”, sagte Ayaz “nAts” Akhmetshin von Gambit bei dem Comeback von 100T auf Icebox. “Das Wichtigste ist, dass wir sie einfach nicht ausschalten konnten. Sie kommen einfach, sie machen uns einfach fertig. Es stand 11:3, und wir haben einfach aufgehört, sie zu killen, denke ich.

“Wir hatten einige Strategien für die erste Map, Ascent”, erklärte Spencer “Hiko” Martin von 100 Thieves auf die Frage, warum die Serie so spannend war. “Sie haben uns irgendwie einen Curveball zugeworfen, indem sie ihre Zusammensetzung geändert haben. Ascent verlief für uns nicht wie geplant. Bei Icebox hatten wir natürlich auch einen sehr langsamen Start. Irgendwie haben wir es geschafft, uns wieder heranzukämpfen. Als wir bei Ascent anfingen, Runden zu verlieren, hatten wir das Gefühl, dass wir uns selbst im Weg standen. Gambit ist ein großartiges Team, und wir können ihnen nichts wegnehmen.


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Shawn

Shawn "Germanicus" Heerema

Writer of the Month: August | Twitter: @GermanicusCVIII

A writer from Niagara, Canada, Shawn covers VALORANT and League of Legends. Previously of THESPIKE.GG, he's a fervent follower and supporter of the Asian VAL scene. And somehow, he remains convinced that PUBG is the most fun esport to watch as a spectator.