Der CIS Brawl, wie er von den Fernsehsendern in Bukarest genannt wurde, ging bis zur letzten Sekunde.

Obwohl sie bei The International 10 (TI10) nicht gegen ihre erbittertsten Rivalen antreten wollten, hat das Nachwuchsteam Spirit seinen Fluch gegen Virtus.pro (VP) in einer spannenden Drei-Spiele-Serie in der unteren Gruppe gebrochen.

Die Fans von CIS Dota bekamen ein komplettes Match zwischen den beiden besten Teams der Region zu sehen, mit atemberaubenden Momenten und beeindruckenden Spielen.

Spiel 1: VP geht früh in Führung, Spirit kontert mit knackigem Plays

Virtus.pro begann das erste Spiel stark, wobei Danil “gpk” Skutin als Kunkka den Angriff für sein Team anführte. Dank der Macht des Stärkungszaubers “Ghostship (R)” und seines präzisen Einsatzes von ” Armlet of Mordiggian” schien er in der Mitte des Spiels nahezu unbesiegbar zu sein. Gpk entkam in einem Teamkampf nur knapp dem sicheren Tod.

Durch ihr straffes, koordiniertes Spiel verschafften sie sich schon früh einen kleinen Vorsprung, und eine Zeit lang sah es so aus, als ob VP Spirit wie immer in der Hand hätte. Doch das Blatt wendete sich nach der 25-Minuten-Marke, als Illya “Yatoro” Mulyarchuk begann, sich bemerkbar zu machen. Der aufstrebende Star, der als letzter Pick den Monkey King trug, zeigte sein A-Game mit extrem sicheren Spielzügen und Entscheidungen.

Um es kurz zu machen: Er wirkte in Spiel 1 furchtlos. Die Art und Weise, wie er aggressiv ” Tree Dance” (W) einsetzte, um an die VP Helden in der nähe ihrer Türme heranzukommen, zeigte, wie selbstsicher er die ganze Zeit war. Die Zuschauer sahen auch, wie sich Yatoro auf dieser ersten Karte gegen einzelne Unterstützer durchsetzte, was es ihm ermöglichte, bis ins späte Spiel unglaublich stark zu skalieren.

Der Mann, der ihre Siegbedingungen wirklich sicherte, war jedoch Magomed “Collapse” Khalilov und sein Tidehunter. Eine four-man Ravage (R) in den letzten Minuten des Wettkampfs half Spirit, sich mühelos Mega-Creeps zu sichern. Im entscheidenden Teamfight am Ende des Spiels landete er außerdem einen massiven Double Ravage, der VP endgültig das Genick brach. Ihre größten Rivalen mussten kurz darauf aufgeben.

Spiel 2: Gnadenlose Aggression ermöglicht der VP den Ausgleich in der Serie

Nach der Niederlage in Spiel 1 entschied sich Virtus.pro in Spiel 2 für eine sehr aggressive Aufstellung. Egor “Nightfall” Grigorenko und gpk wählten Ursa und Viper für sich und überrannten Spirit’ auf das Late Game fokussierte Aufstellung im frühen und mittleren Spiel mit aller Macht. Das Ergebnis war ein wahres Blutbad zu Gunsten von VP, wobei nur Yatoro und Alexander “TORONTOTOKYO” Khertek ein positives KDA-Verhältnis erreichten.

Es gab wenig, was Spirit tun konnte, um das Blatt in Spiel 2 zu wenden. Obwohl sie über einen Draft verfügten, der Türme links und rechts zum schmelzen bringen konnte, bedeutete die Kontrolle von VP über das Spieltempo, dass sie ihren Gegnern die Kartenkontrolle nicht entreißen konnten. gpks Viper sorgte außerdem dafür, dass es für niemanden auf der Seite von Team Spirit ein entkommen gab, sollten sie in einen ihrer Ganks geraten.

Zwar konnten sie das Spiel dank ihrer starken Verteidigung über die 46-Minuten-Marke hinaus verlängern, doch am Ende reichte es nicht mehr. VP verdrehte Spirit ein letztes Mal die Arme und zwang sie zum Abpfiff.

Spiel 3: Spirit überlebt VP im Slobber-Knocker-Entscheidungsspiel

Doch leider reichte das Unentschieden nicht aus, um die Serie für sich zu entscheiden. Und was für eine Zitterpartie Spiel 3 war das. Die dritte Karte begann mehr oder weniger ausgeglichen zwischen den beiden Teams, da sich VP und Spirit bis zum Beginn des späten Spiels einen Schlagabtausch lieferten.

VP entschied sich dieses Mal für eine härtere Skalierungsaufstellung, wobei Nightfall die Luna für die Power im späten Spiel pickte. Gpk bekam in diesem Spiel auch seine Signatur Invoker in die Hände, was darauf hindeutet, dass er selbst nicht mehr herumalbern wollte. Spirit hingegen entschied sich für die Kernaufstellung Tiny-Lina-Doom, die auch im späten Spiel viel Potenzial hatte.

Es stimmt, das Spiel dauerte fast 52 Minuten. Vitalie “Save-” Melnic hatte einen großen Anteil daran, dass das so war – er hat als Bane wichtige Ganks für VP eingeleitet. Die Anzahl der Ganking-Möglichkeiten, die er im Laufe des Spiels fand, war ehrlich gesagt schockierend und er half VP, wirklich lange im Spiel zu bleiben.

Leider konnte nicht einmal Save- sein Team vor einer Niederlage im späten Spiel saven (Wortspiel absolut beabsichtigt). Die Koordination zwischen den Spirit-Spielern war einfach zu viel für sie, und ihre größere Gesamtskalierung siegte über die von VP. TORONTOTOKYO war definitiv der Star der Show in Spiel 3, wobei sein Geschützturm Lina die Hauptlast trug. Am Ende hatte er nur 400 Heldenschaden weniger als Yatoros Tiny – der der Carry in ihrer Aufstellung war!

Die Dürre endet

Damit endet die jahrelange Vorherrschaft von Virtus.pro über Team Spirit und ihr Lauf bei The International 10. Dieses Ergebnis markiert das erste Mal, dass Team Spirit VP in einer Turnierserie seit 2015 besiegt hat, was eine wahnsinnig lange Zeitspanne ist, um kontinuierlich gegen eine Organisation zu verlieren.

Für Team Spirit ist dies ein Grund zum Feiern. Jetzt ist ihnen ein Platz unter den ersten vier garantiert, egal was passiert, und sie können dies nutzen, um die CIS-Region wieder auf die Dota Map zu bringen. Sie werden morgen auf den Sieger von Invictus Gaming gegen Vici Gaming treffen und um einen Platz in der unteren Runde kämpfen.

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Patrick Bonifacio -

Patrick Bonifacio

| Twitter: @EthanKairos_

Patrick has been around in the esports industry since 2013, having started off covering both StarCraft II and Dota 2. He still plays the latter to this day, with 15 years of experience and counting. In his spare time, he plays as a lovely catgirl in Final Fantasy XIV.