PC-Gaming und Handhelds lassen sich nicht einfach unter einen Hut bekommen. Aber Valve will das mit seinem neuen Steam Deck ändern.

Das heute am 15. Juli angekündigte Steam Deck ist eine tragbare Gaming-Konsole, die von Valve mit einer einfachen Prämisse entwickelt wurde: Nimm deine Steam-Bibliothek mit auf die Reise. Beschrieben als ein „All-in-One portable“ für PC-Gaming, das Gerät verfügt über einige beeindruckende Hardware.

Mit einer maßgeschneiderten APU von AMD ist das Steam Deck laut Valve-Website in der Lage, AAA-Spiele auszuführen. Eine Auswahl an Modellen mit 64gb, 256gb oder 512gb Speicher sorgt dafür, dass du einen guten Teil deiner Steam-Bibliothek an Bord speichern kannst. Dieser kann auch mit einer MicroSD erweitert werden. Ein 40-Wh-Akku scheint eine sehr gute Lebensdauer zu gewährleisten, vor allem, wenn du das Spiel nicht voll ausreizt.

Das Steam Deck verfügt außerdem über Hi-Fi-Audio, einen erweiterbaren I/O mit einer USB-C-Buchse, die mehrere Peripheriegeräte ermöglicht, sowie WiFi- und Bluetooth-Verbindungen. Basierend auf dem Steam OS ist das System in der Lage, Spiele so nahtlos wie die meisten modernen Konsolen zu pausieren und fortzusetzen.

Ist das Steam Deck ein Konsolenkiller?

Aber über die bloße Möglichkeit hinaus, die eigenen Steam-Spiele unterwegs spielen zu können, scheint das Steam Deck der Versuch von Valve zu sein, einen Konsolen-Killer zu schaffen. Auf der Website wird das Gerät als Alternative zu einem traditionellen Desktop-Computer gezeigt. Es kann wie ein PC verwendet werden, mit Web-Browsing, Produktivitäts-Apps und der Möglichkeit, Maus und Tastatur anzuschließen, usw. Konventionelle PC-Software kann auf dem Steam Deck installiert werden, und Valve gibt sogar an, dass Sie in der Lage sein werden, „einige andere Spielespeicher“ zu installieren.

Steam-Deck als Desktop PC
Valve is marketing the Steam Deck as a PC equivalent (Image via Valve)

Das Steam Deck ist nicht der einzige Vorstoß von Valve in den Hardware-Bereich. Die Steam Machine und der Steam Controller wurden 2015 von dem Unternehmen veröffentlicht. Die Steam Machine ist ein Miniatur-Game-Streaming-Peripheriegerät, das über ein Netzwerk mit einem PC verbunden wird. Sie nutzte die Hardware des Rechners, um Spiele auszuführen, während sie das Gameplay über das Netzwerk streamte. Der Steam Controller war der Versuch von Valve, einen nativen Controller für Steam zu entwickeln. Die Verwendung von Trackpads stieß jedoch auf Kritik.

Im Jahr 2018 hat Valve seine Bemühungen im Bereich Hardware weitgehend aufgegeben. Es bietet weder die Steam Machine noch den Steam Controller mehr zum Verkauf an. Das Steam Deck wird jedoch, wie seine Vorgänger, direkt auf der Steam-Plattform zum Kauf angeboten.

Steam-Deck Control Doom Hades
The Steam Deck (image via Valve)

Fazit

Letztendlich ist das Steam Deck mehr als alles andere eine Wertperspektive. Mit einem günstigen Preis von 399 US-Dollar für die 64-GB-eMMC-Version, 529 US-Dollar für die 256-GB-SSD-Version und 649 US-Dollar für die Highspeed-512-GB-SSD ist dies ein großartiger Einstiegspunkt für jemanden, der mit einem geringen Budget in das PC-Gaming einsteigen möchte.

Einen PC zu kaufen ist eine ziemlich entmutigende Aussicht, die durch die aktuelle Teileknappheit noch verschlimmert. Dies könnte der perfekte Weg für Kinder sein, um an PC-Spiele heranzukommen. Dank der sehr großen Auswahl an Spielen auf Steam (einschließlich Dota 2 und CS:GO, beide Free-to-Play) wäre das Steam Deck ein perfektes Geschenk für den aufstrebenden PC-Gamer.

Und wenn nicht bis zum Release warten kannst, setze das Steam-Deck einfach auf deine Steam-Wunschliste. Damit bekommst du das Steam-Deck zwar nicht schneller, aber es ist besser als nichts zu tun. Vorbestellungen sind ab Freitag, 16. Juli möglich. Weitere Details finden Sie auf der offiziellen Steam Deck-Seite von Valve.

Michael Hassall -

Michael Hassall

| Twitter: @hoffasaurusx

Michael is a UK-based content creator who caught the esports bug in 2010, but took eight years to figure out he should write about it. Throwing away a promising career in marketing and PR, he now specialises in MOBAs, covering League of Legends, Dota 2, and esports in general since 2019. When not glued to tournaments taking place on the other side of the globe, he spends time nurturing an unhealthy addiction to MMOs and gacha games.